Das Gymnasium Ernestinum freut sich über Zusage zum Comenius-Projekt

Das Comenius-Projekt ist eine Initiative der Europäischen Union mit dem Ziel, die europäische Integration zu gestalten und den Herausforderungen der Globalisierung zu begegnen. Junge Menschen sollen beim Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen unterstützt werden, die für ihre persönliche Entfaltung, ihre Beschäftigungschancen und eine aktive europäische Bürgerschaft erforderlich sind. Schulen aus mindestens drei verschiedenen Ländern entwickeln ein gemeinsames Projekt, an dem sie zusammen arbeiten wollen.

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Bericht über das erste Koordinationstreffen in Krakau

Das Ernestinum hat für das Projekt mit dem Titel „Make European Nature Your Teacher“ vier Partner gewinnen können. Hauptziel des Projektes ist es, Schüler für die Natur zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Natur als Raum für persönliche Entwicklung, für Abenteuer und soziale Erlebnisse in der Gruppe zu erschließen. 

Über die Projektzeit von 2 Jahren werden Ernestiner der Klassen 5-9 gemeinsam mit Schülern aus Dänemark, Polen, Sizilien und der Türkei zu diesem Thema arbeiten. Dabei ist das Programm äußerst vielfältig – die Schüler können lernen, sich ohne technischen Luxus in der niedersächsischen „Wildnis“ zu orientieren und gemeinsam mit regionalen Partnern in und mit der Natur lernen. Um aber während der gesamten Projektzeit mit den Partnerschulen und den Schülern dort im Kontakt zu stehen, muss eine Webseite entstehen und es sollen verschiedene moderne Kommunikationskanäle benutzt werden. 

Alle Partnerschulen besuchen sich in dieser Zeit mindestens einmal, zwischen den Besuchen bereiten die Schüler weitere Besuche vor und beschäftigen sich auf andere Weise weiter mit dem Projekt und den Partnerländern. Die Schüler freuen sich darauf z. B. auf Sizilien Kanu zu fahren und etwas über Vulkanismus zu lernen, in Malatya Aprikosen zu ernten und zu erfahren, wie diese weiterverarbeitet werden. In Krakau können sie etwas über die Möglichkeiten der respektvollen Wassernutzung lernen und auf der Insel Moen werden die Ernestiner von den dänischen Schülern über den dortigen Kreidefelsen und die Besonderheiten des Inselklimas unterrichtet.

Teamgeist ist bei vielen Aktivitäten ein zentrales Element – sich aufeinander verlassen, gemeinsam mit Mitschülern aus fünf verschiedenen Ländern an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten erfordert viel Kommunikation und auch Kompromissbereitschaft. Über die aktive Beschäftigung mit unserer unmittelbaren natürlichen Umgebung und dem Teilen und Vergleichen eigener Erfahrungen und Aktivitäten mit denen der Partner kann Europa für die Schüler auf diese sehr persönliche und praktische Weise tatsächlich greifbar und erfahrbar werden. 

Ganz „nebenbei“ verbessern die Schüler ihre Fremdsprachenkompetenz, denn – sicher unterstützt durch Hände und Füße – wird die Projektsprache Englisch sein.

Der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz finanziert alle Besuche, die für die Verwirklichung des Projektes notwendig sind. So können Schüler andere Länder und Kulturen kennenlernen, ohne dass es auf den privaten Geldbeutel ankommt.

Erwartetes Ergebnis: Viele Schüler mit unvergesslichen und prägenden Erlebnissen und Erfahrungen!