Perfektsein- geht das?

Das perfekte Leben! Ist es das nicht, was sich jeder von uns wünscht?

Das fragten sich Schüler und Schülerinnen beim diesjährigen Buß- und Bettagsgottesdienst des Gymnasiums Ernestinum. Schüler des Religionskurses aus den Klassen 10F  und 10 L von Frau Asholz-Meine hatten dieses Thema gewählt und damit mehr als 270 Schüler in die Blumläger Kirche gelockt. Nicht nur alle Kirchenbänke waren belegt, sondern auch die Empore. 

Perfektsein zu wollen, betrifft uns alle. In unserer modernen Gesellschaft kommt es immer mehr darauf an, perfekt zu sein. Wir streben häufig nach Vollkommenheit, um gut dazustehen vor Eltern, Lehrern oder Freunden und um dadurch Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen. Dies wollten die Schüler den Mitschülern deutlich machen und ihnen zeigen, wie sehr das unser Leben auch belasten kann.

Schließlich gibt es zu viele Möglichkeiten, die man im Leben ergreifen kann, zu viele Charaktereigenschaften, die man im Leben erfüllen will. Man kann im Leben nicht alles machen. Man kann nicht allen Gruppen beitreten. Man kann nicht jedem alles recht machen.

Aber das ist einzig und allein eure Entscheidung, meinten die Schüler. Doch muss man diese Entscheidung nicht allein tragen. Denn wir sind so, wie wir sind, von Gott gewollt sind und das macht Mut, auch einmal eigene, andere Wege zu gehen.

Das Wichtigste im Leben ist nicht das Aussehen, die Beliebtheit, sondern sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist und auch mal aus der Reihe zu tanzen und aufzufallen. 

Die Schulband des Ernestinums unter Leitung von Johann Hartmann (Jg 12) und Herrn Stelljes haben mit Songs und Begleitung begeistert und das Motto des Gottesdienstes untermauert.