Am 13. Februar war es wieder soweit. Der Jugend forscht und Schüler experimentieren Regionalwettbewerb in Celle fand in der Alten Exerzierhalle statt. Unsere Schule hat dieses Jahr mit acht Schülergruppen in verschiedenen Sparten teilgenommen. Dieses war die größte Gruppe vom Ernestinum, die in den letzten Jahren sich dem Wettbewerb gestellt hat.
Seit Beginn des Sommers haben sich die Profilschülerinnen und Schüler aus Jahrgang 8 und die TeilnehmerInnen der Jugend forscht AG intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet. In den zwei Wochenstunden wurde gebaut, ausprobiert, experimentiert und natürlich auch dokumentiert. Noch nicht alle Projekte waren soweit, dass sie auf dem Wettbewerb präsentiert werden konnten, aber folgende Projekte wurden vorgestellt:
Eine Neuauflage erlebte dieses Jahr der Staubsaugroboter von Sonja und Hailie. Nachdem er im letzten Jahr noch ein paar Probleme beim Fahren und auch beim Saugen hatte, schafften die beiden es dieses Jahr pünktlich zum Wettbewerb ein funktionstüchtiges Modell fertigzustellen. Von diesem Modell war die Jury so überzeugt, dass die beiden einen zweiten Platz erreichten und den Sonderpreis für Umwelttechnik zugesprochen bekamen.
Simon hatte sich vorgenommen, einen Zauberwürfel mithilfe eines Lego-Mindstorms Roboters zu lösen. Sein selbstgeschriebenes Programm funktioniert auch, nur leider ließ ihn die Technik im Stich. Mit den eingeschränkten Möglichkeiten der Lego Motoren konnte der Würfel nicht so bewegt werden, wie er es sich vorgestellt hatte. Die Jury würdigte seine Programmierarbeit mit einem zweiten Platz in der Kategorie Mathematik/ Informatik. In der Sparte Physik untersuchen Jan, Eric und Ruben die Flugeigenschaften von verschiedenen Bällen. Mithilfe ihrer selbstgebauten Abschussrampe versuchen sie Bälle immer gleich abzuschießen und so die Flugweiten zu messen. Auch diese Gruppe erreichte einen zweiten Platz auf dem Wettbewerb.

Die Eierschälmaschine von Ole und Johann trat in der Kategorie Technik an. Sie konnten ein funktionstüchtiges Modell präsentieren, was die Eierschale mit einem rotierenden Messer einschlägt, so dass man dann die Eierkappe einfach abnehmen kann.
Die einzigen Mädchen aus unserem diesjährigen Profiljahrgang, Kathy und Annika, haben ihren eigenen Nagellack hergestellt. Die erste Idee, diesen ganz umweltfreundlich, ohne Gefahrstoffe herzustellen, mussten sie leider verwerfen, da erst die verwendeten Lösungsmittel überhaupt einen funktionierenden Lack ermöglichten. Sie haben ein Grundrezept entwickelt, welchem sie jetzt selbstausgewählte Farben hinzugeben können. Nur das Trocken dauert noch etwas länger.
Einen zweiten Anlauf nahmen auch Colin und Charlotte, die ihre im letzten Jahr präsentierte Knete, dieses Jahr haltbarer gemacht haben. Leider ist nämlich die Knete immer dann geschimmelt, wenn sie Farbstoffe dazu gegeben haben. Nach dem Zusatz von verschiedenen Stoffen, haben sie am Ende das Problem mit einer recht einfachen aber genialen Lösung beheben können – sie gaben viel Salz hinzu.
Lisa und India kümmern sich schon das ganze Jahr über intensiv um das Schulaquarium, welches in Raum 78 steht. Sie haben auf dem Wettbewerb ihre Erkenntnisse vorgestellt, wie es möglich ist, ein Schulaquarium in laufenden Schulbetrieb zu realisieren und haben auch schon erste Erkenntnisse in Bezug auf optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum und das Verhalten der Fische präsentieren können.
In der Sparte Chemie traten Julius und Aurelius an. Sie haben Stifte untersucht, die durch Reibungswärme ihre Farbe verlieren. Neben den Erfahrungen, bei welchen Temperaturen sich diese Änderung einstellt und wie häufig dieses wiederholt werden kann, haben sie auch einen Milchkunststoff mit der Tinte dieser Stifte versetzt. So erhielten Sie einen festen Block, der beim Erhitzen seine Farbe verloren hat.
Die zwei Wettbewerbstage waren durch die SVO sehr gut organisiert wurden. So gab es an beiden Tagen für alle Beteiligten ein leckeres Buffet und auch für Getränke war ständig gesorgt. Am Abend des ersten Tages waren wir alle nach Westercelle ins alte Schützenhaus eingeladen, um gemeinsam zu essen und anschließend zu kegeln. Das haben wir alle sehr genossen.
Nachdem sich am Dienstag die Jury die Projekt angeschaut und bewertet hat, waren am Mittwochvormittag viele Schulklassen – auch von unserer Schule – in der Ausstellung, um sich über die Projekte zu informieren. Ein bisschen Zeit, sich auch die anderen Projekte anschauen und mit TeilnehmerInnen aus anderen Schulen in Kontakt zu treten gab es auf zwischendurch auch.
Für unsere Schülerinnen und Schüler war der Wettbewerb wieder eine ganz besondere und tolle Erfahrung. Sie hatten neben der Anstrengung dieser Tage viel Spaß!
Jetzt werden ganz nach dem Motto nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb schon die ersten Ideen für nächstes Jahr entwickelt, oder die Kritik der Jury wird übernommen, um bisherige Projekt zu verbessern.

 

Hier noch weitere Fotos vom Wettbewerb (zur Galerie-Ansicht bitte anklicken):