Transport, Mobility and Energy in 4 Sprachen

Am 21. Januar war es so weit: Acht Schüler als Delegierte der Erasmus+ AG und die zwei Begleiterinnen Frau Lyssenko und Frau Kranz machten sich auf den Weg zur Partnerschule IES Rafael Alberti in Cádiz in Andalusien. Hier fand das erste von vier Projekttreffen statt, bei dem sich unsere Schüler mit denen aus Ghimbav in Rumänien, Chania in Griechenland und natürlich Cádiz mit dem Thema Transport, Mobilität und Energie auseinandersetzten.
So rechneten wir am ersten Tag in verschiedenen Workshops aus, wie viele Bäume wir pflanzen müssten, um das CO² abzubauen, das wir mit unserer Anreise produziert hatten. Wir suchten nach konkreten Ideen, Strom zu sparen und uns umweltfreundlicher fortzubewegen. Und wir sahen in einem Experiment, dass CO² Luft schneller erwärmen lässt.
Am zweiten Tag besuchten wir den Windenergiepark in Tarifa. Nur auf den Kanaren wird noch mehr Strom durch Windenergie produziert. Uns wurde erklärt, wie ein Windrad funktioniert und was passieren muss, damit dieser Strom auch bei den einzelnen Haushalten ankommt.

All dies übrigens auf Spanisch mit englischer Übersetzung – also ein großes Lob an alle Schüler, die hier den Durchblick behielten. ;-)
Als Belohnung ging es anschließend in den Naturpark Los Alcornocales, wo wir ausgiebig die Natur und Naturgewalt genießen konnten, die es zu bewahren gilt. Viele von uns hatten zuvor noch nicht so fantastisch große Dünen gesehen.
Am Donnerstag schließlich wurde uns die Ehre zuteil, in der Provinzregierung von Cádiz empfangen zu werden. In einem beeindruckend prunkvollen Saal erklärte uns der verantwortliche Regionalbeamte, wie er es schaffen will, dass nicht nur alle öffentlichen Gebäude, sondern sogar ganz Cádiz in naher Zukunft vollkommen nachhaltig und autonom energetisch versorgt werden sollen. Wir staunten und sind gespannt, ob er es schafft!
Der Rest dieses Tages wartete mit noch mit zwei Höhepunkten auf: Zunächst durften wir in der Bucht von Cádiz segeln und Kajak fahren – und so zwei Möglichkeiten ausprobieren, sich in der Natur zu bewegen, ohne CO² zu produzieren. Und den krönenden Abschluss bildete die Beachvolleyball-Strandparty, bei der wir – mitten im Januar – Sonne und Wasser barfuß genießen konnten. Einige wagten sich sogar ganz ins Wasser! Da merkten wir doch deutlich, dass wir hier nicht einmal 150 Kilometer von Afrika entfernt waren.
Den letzten Abend verbrachten die Schüler mit ihren Gastfamilien und die Lehrer bei einem guten andalusischen Abendessen mit den spanischen, rumänischen und griechischen Kolleginnen.
Was bleibt von dieser Woche? Wir haben etwas über unseren CO²-Fußabdruck und über erneuerbare Energien gelernt. Ein bisschen Spanisch konnten wir radebrechen. Wir haben Natur in ganz anderer Form erlebt als wir sie zu Hause kennen. Wir haben erfahren, dass spanische Familien anders leben, anders essen und dass man sich irgendwie doch verständigen kann, selbst wenn man die Sprache des anderen eigentlich nicht versteht. Wir haben erlebt, dass wir aus vier verschiedenen Ecken der Erde kommen, vier verschiedene Sprachen sprechen – und doch mindestens eines teilen: das Ziel, mit dieser, unserer Erde besser umzugehen.
Danke Cádiz! Fortsetzung folgt… im Mai in Ghimbav!
PS: Auch ein gemeinsames Logo haben wir gekürt: Das Logo von Kimberly Wolf aus der 7b hat gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!