"Ihr fahrt nach Rumänien? Ist das denn sicher?" war eine gängige Reaktion auf die Ankündigung des zweiten Projekttreffens des Erasmus+ Projektes des Ernestinums "Umwelt und Nachhaltigkeit - Verstehen, Ernstnehmen, Handeln."

Neun Schüler der 6. und 7. Klassen machten sich mit ihren Lehrern Frau Mumm und Herrn Henniger auf den Weg nach Brasov ins rumänische Transsylvanien, um dort mit Schülern der Projektpartner der rumänischen Schule Ghimbav, einer spanischen und einer griechischen Schule am Thema Plastik und Müll zu arbeiten.

Bei spannenden Aktivitäten in der Schule, der Natur und der historischen Altstadt, hatten die Schüler Gelegenheit, einander besser kennen zu lernen und gleichzeitig aktiv am Projektthema zu arbeiten.

Zunächst tauschten sich die Jugendlichen aus den vier EU-Ländern auf einer Schülerkonferenz über die unterschiedlichen Müll-und Recycling Systeme ihrer Länder aus und berichteten über die bereits zu Hause durchgeführten Aktivitäten. Diese reichten vom Besuch einer Mülldeponie über das Abfassen von Mülltagebüchern zur Bewusstmachung des eigenen Handels bis zur aktiven Müllsammelaktionen.

Bei einem Besuch in einem Bärenschutzprojekt lernten die Schüler viel über den Lebensraum der Bären in den Karpaten sowie über die Auswirkungen der Naturverschmutzung auf die Bären. Das Beobachten einiger Bären, die aus Gefangenschaft befreit wurden und nun im weitläufigen Schutzzentrum ein artgerechtes Leben führen können, war sicherlich ein Highlight für die Schüler. Auch die Fahrt per Gondel auf 1600m Höhe und das Hinabwandern zunächst noch im Schnee, wird den Schülern sicherlich in Erinnerung bleiben. In einer Berghütte wurden die Schüler dann in internationalen Gruppen kreativ und erstellten aus verschiedensten Materialien Kollagen zu ihrer Vorstellung über eine müllfreie Welt. Dabei war es fantastisch zu beobachten, wie diese junge Leute aus so unterschiedlichen Regionen und Kulturen Europas sich so angeregt austauschten und gemeinsame Werke erschufen.

Natürlich wurde auch der kulturelle Aspekt nicht vernachlässigt und so stand ein Besuch im Schloss von Bran an, in dem die Schüler die Hintergründe über die Dracula-Geschichte erfuhren.

 

Überwältigend war für die Schüler die Gastfreundschaft der Rumänen. "Die Zeit in den Gastfamilien war so toll!" berichten Lena und Lea (12) übereinstimmend. "Wir wollen unsere Gastgeschwister auf jeden Fall wieder treffen." sind sich auch Justin (13) und Hannah (12) einig.

Nach einem tränenreichen Abschied traten die Schüler nach einer Woche glücklich und mit Geschenken ihrer Gastfamilien beladen die Heimreise an mit wunderbaren Erfahrungen eines gemeinsamen Europas im Gepäck. Im Oktober geht es dann für neun andere Schüler zum 3. Projekttreffen auf die griechische Insel Kreta.