Mit überwältigender Mehrheit wurde in der Gesamtkonferenz von Schülervertretern, Elternvertretern und Lehrern des Ernestinums beschlossen, bei der Landesschulbehörde die Zulassung als "offene Ganztagsschule" zu beantragen. Somit ist nun der erste Schritt hin zu einem offenen Ganztagesangebot am Ernestinum ab dem Schuljahr 2015/16 getan. 

Finden Sie hier das Konzept zur offenen Ganztagsschule

Es enthält folgende wesentliche Elemente:

  • Das Gymnasium Ernestinum bietet an vier Schultagen pro Woche im Anschluss an den Pflichtunterricht am Vormittag nach der Mittagspause ein vielfältiges außerunterrichtliches Angebot  von in der Regel einer Doppelstunde an.

  • Allen Schülerinnen und Schülern steht eine Mensa zur Verfügung, in der in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr ein warmes Mittagessen preisgünstig angeboten wird.

  • Die Teilnahme am den Angeboten des „offenen“ Ganztagsbetriebs ist freiwillig und, abgesehen von Umlagen für Material- und Fremdkosten sowie Verpflegung, kostenlos. Die Anmeldung verpflichtet zur regelmäßigen Teilnahme an dem ge­wählten Angebot für ein Schuljahr und wird dokumentiert.

  • Der „offene“ Ganztagsbetrieb umfasst die dafür angemeldeten Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10. Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften stehen auch den Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe offen.

  • Das „offene“ Ganztagsangebot umfasst einerseits- entsprechend dem Leitbild und Schulprogram des Ernestinums - das schon bisher sehr umfangreiche, vielfältige Angebot von Arbeitsgemeinschaften im musisch-künstlerischen, sportlichen, ma­thematisch-naturwissenschaftlichen, historisch-politischen sowie sprachlich-inter­kulturellen Bereich, welches durch verbesserte Ressourcen abgesichert und lau­fend weiterentwickelt werden soll. Talententdeckung und Talenterprobung sowie Begabungsförderung werden hierdurch ebenso ermöglicht wie aktive Freizeitge­staltung sowie kulturelle Bildung und Übernahme sozialer Verantwortung.

  • Andererseits umfasst das „offene“ Ganztagsangebot für die dafür angemeldeten Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 an zwei Tagen pro Schulwoche eine verlässliche Beaufsichtigung bei der Anfertigung von Hausaufgaben mit flexiblen Zeiten bis 15.30 Uhr und unterstützt hierdurch die fachunterrichtlichen Lernprozesse sowie die Elternhäuser bei der Vereinbarkeit von Familie und Be­rufstätigkeit.

  • Zusätzliche Förderangebote in Kernfächern sowie Deutsch als Zweitsprache unter­stützen bei Bedarf die Aufarbeitung von Defiziten und das Erreichen von Lernzielen und Abschlüssen, so dass Schülerinnen und Schüler gymnasiale Bildungsziele unabhängig von den Möglichkeiten ihrer Elternhäuser erreichen können.

  • Das Ernestinum arbeitet mit mehreren außerschulischen Kooperationspartnern zu­sammen, die ihre Kompetenzen, Mitarbeiter und Einrichtungen für Ganztagsange­bote zur Verfügung stellen oder Schülerinnen und Schüler durch Einblicke in ihre Arbeitsfelder fördern. Bereits etabliert sind Kooperationen mit dem Ruderclub Er­nestinum-Hölty, dem Golfclub Herzogstadt Celle und dem Niedersächsischen Golf­verband, MTV Eintracht Celle, SportExperten, CleverHeute (Fehlhaber-Medien), Ev.Kirchenkreis Celle, Stadt Celle („Toleranz fördern“), Bibliotheksgesellschaft Celle, BISS Leseförderung, Sparkasse Celle, Verein der Freunde und Förderer des Ernestinums, Verein der Ehemaligen Ernestiner, Celler Kammerorchester. Ange­bahnt und in der konzeptionellen Vorbereitung sind Kooperationsvereinbarungen mit dem Kloster Wienhausen sowie dem Kulturzentrum CD-Kaserne.

  • Lehrkräfte werden in der Regel dann im Ganztagsbetrieb eingesetzt, wenn sie hier­für Interesse anmelden bzw. ein Angebot entwickelt haben, und erhalten hierfür im Rahmen der geltenden Erlasse Anrechnungsstunden.

  • Ein Teil der zugewiesenen Lehrerstunden (max. 40 %) wird kapitalisiert, so dass au­ßerschulische Partner sowie AG-Leiter, die keine Lehrkräfte sind, für ihr Angebot eine Vergütung erhalten können.

  • Das pädagogische Ganztagskonzept wird fortlaufend evaluiert und weiterentwi­ckelt. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit der Ganztagsan­gebote durch bedarfsgerechte Bus-Fahrpläne sowie passende Anfangs-, Pausen- und Schlusszeiten gelegt.