Bericht über den Besuch der Ernestiner in Meudon im März:                                                   Zum Bericht vom Vorjahr

Am Dienstag, den 17. März, trafen wir uns, zwar noch sehr unausgeschlafen und müde, aber voller Vorfreude und Neugierde auf die folgenden sechs Tage, um 6:30 Uhr zur Abfahrt unseres kleinen Reisebusses Richtung Meudon.

Nach acht etwas anstrengenden Stunden Fahrt erreichten wir schließlich die Tore Paris. Nun bot sich schon ein erster Vorgeschmack auf diese wunderbare Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Das Highlight der Fahrt durch Paris war allerdings, als auf einmal über den Dächern der Stadt die Spitze des Eiffelturms in beeindruckender Weise auftauchte.

Als wir schließlich Meudon erreichten und unser Busfahrer die netten, sehr engen und verwinkelten Gassen mit Bravur meisterte, wurden wir von der Schule, den Eltern und den Schülern nett empfangen und verbrachten den restlichen Abend in unseren Gastfamilien.

Am Mittwochmorgen trafen wir uns dann an der Schule unserer Austauschschüler, dem College Rabelais. Vormittags besuchten wir in Kleingruppen den Unterricht und stellten so unsere Sprachkenntnisse auf die Probe. Schließlich aßen wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern und spielten mit ihnen Fussball und anderes. Nachmittags fand dann die gemeinsame Chorprobe für das gemeinsame Austauschprojekt statt.

Abends erlebten wir wieder das Leben in unserer französischen Gastfamilie und fanden gemeinsame Interessen.

 

Dann kam der Tag auf den alle gewartet hatten: Der Tag des Parisbesuches.

Mit der Metro ging es ins Zentrum und nach einem kurzen Fußmarsch waren wir vor der Kathedrale Notre- Dame. Unsere „Stadtführerin“ Frau Kircher erklärte uns viel zu den einzelnen Torbögen und deren Darstellungen und erläuterte uns die Bedeutungen der sehr sehenswerten Bögen. Nach der Besichtigung der Kirche von Innen ging es weiter durch die an diesem Tag leider kalte und nasse Innenstadt Paris.

Entlang der Seine ging es zu Fuß weiter durch die Stadt, sodass man einen guten Eindruck von den Straßen Paris gewinnen konnte. Während des Fußmarsches sahen wir weitere beeindruckende Sehenswürdigkeiten, wie den Strawinski- Brunnen oder das Centre Pompidou. Als nächstes stand der Louvre mit seinen Highlights auf dem Programm. Besonders beeindruckend waren die riesigen, großartigen Gemälde. Die Krönung des Besuches des Louvre war dann natürlich die Betrachtung der weltbekannten Mona Lisa.

Nach einer kurzen Verschnaufpause kam für viele sicherlich der Höhepunkt des Tages: Nachdem wir auch noch den Arc de Triomphe bestaunten und ein tolles Gruppenfoto machten, ging es endlich zum Eiffelturm. Von weit her konnte man ihn schon in seiner beeindruckenden Größe sehen und als man dann fast vor ihm und später auch unter ihm stand, war das einfach nur ein großartiges Gefühl. Auch die Aussicht war herrlich, sie hätte sogar noch besser sein können, wenn das Wetter mitgespielt hätte.

Mit vielen neuen Eindrücken von der Stadt und ihren Sehenswürdigkeiten ging es nun wieder mit dem Zug Richtung Meudon. Nach einem so aufregendem, tollen und sehr langen Tag fiel das Einschlafen nicht schwer.

Am Freitagmorgen trafen wir uns dann alle an der Metro und fuhren gemeinsam zum Schloss Versailles. Viele von uns waren schon gespannt auf das Gebäude und seine Geschichte, da wir auch schon in der Schule darüber gesprochen hatten. Als wir endlich vor dem goldenen Tor standen, staunten alle über die Größe des Schlosses.

Und dann ging es auch schon los. In kleinen Gruppen machten wir uns mit einem Plan des Geländes auf den Weg , um die verschiedenen Räume und Gemächer zu erkunden. Jeder schoss Fotos und alle waren sehr begeistert und beeindruckt.

Leider machte uns das Wetter wieder einmal einen Strich durch die Rechnung, was die Besichtigung der Gärten anbelangte. Statt, wie geplant, in einer großen Gruppe loszuziehen, endete es damit, dass nur sehr wenige sich in das Labyrinth der Gärten von Versailles trauten. Nebenbei bemerkt: Sie sind riesig! Wenn man wirklich den gesamten Schlossgarten besuchen möchte, sollte man einen längeren Aufenthalt einplanen und ohne einen Plan des Gartens wäre man hoffnungslos verloren.

Später trafen wir uns alle wieder am Ausgang und durften dann eine Zeit lang alleine losziehen, was die meisten direkt zur Nahrungssuche nutzten.

Danach ging es zurück zum Bahnhof, wo wir den Rückweg nach Meudon antraten. Während der Fahrt tauschten alle ihre verschiedenen Eindrücke aus und es wurde viel gelacht.

Abends standen schließlich noch zwei Termine an. Zum einen der Besuch im Rathaus Meudons. Leider konnte der Bürgermeister der Stadt nicht persönlich da sein, aber sein Vertreter begrüßte uns sehr herzlich- und das sogar auf Deutsch! Er erzählte uns über die Deutsch- Französischen Beziehungen und über seine alltäglichen Aufgaben, anschließend sangen wir ihm zum Dank die Europahymne. Außerdem wurde uns noch ein kleines Buffet vorbereitet, wo es kleine, leckere Häppchen gab.

Dann mussten wir auch schon los um uns einem besonderen Höhepunkt zu widmen: Die Bootstour auf der Seine!

Gemeinsam mit unseren Austauschschülern ging es zu Anlegestelle, von der der Eiffelturm gut zu sehen war. Bei Nacht blinkt dieser nämlich sehr beeindruckend zu jeder vollen Stunde auf, wenn es dunkel genug ist.

Ausgestattet mit Verpflegung setzten wir uns schließlich alle auf die Bänke und bewunderten Paris bei Nacht. Es herrschte super Stimmung an Bord, denn wir waren nämlich nicht die einzigen Touristen auf dem Boot. Hin und wieder winkten uns lachend Pariser von den Brücken zu, was fröhlich erwidert wurde.

Nach diesem unvergesslichen Erlebnis machten wir uns alle auf den Weg nach Hause, wo wir erschöpft ins Bett fielen.

Das Wochenende verbrachten wir in den Familien.

Am Samstag machte jeder individuell etwas mit seinem Austauschschüler, von Shoppen bis hin zu Museumsbesuchen war alles dabei.

Am Sonntag wurde vielen noch ein wenig mehr von Meudon gezeigt und ein Großteil traf sich später noch in einem Park, wo Basketball gespielt oder einfach nur geredet wurde.

Und dann kam der Tag, an dem wir Abschied nehmen mussten...

Wir waren alle sehr enttäuscht, denn schon nach dieser kurzen Zeit hatten wir „unsere Franzosen“ sehr lieb gewonnen, Wir trafen uns morgens am College Rabelais, wo bereitzs unser kleiner Reisebus auf uns wartete. Es gab viele Umarmungen und traurige Gesichter, aber zum Glück wurden keine Tränen vergossen. Es gab ja schließlich einen Trost: Wir alle würden uns in wenigen Wochen wiedersehen.

Während wir vom Hof fuhren , winkten die Franzosen uns noch nach, dann waren wir um die Ecke verschwunden und machten uns auf die Rückreise. Auch wenn viele traurig waren, dass es schon wieder zurück ging, freute man sich auch wieder auf zu Hause.

Nachdem die anfänglich noch müde Stimmung vertrieben war, hatten wir alle noch sehr viel Spaß und waren uns alle einig: Diese Fahrt wird uns immer in Erinnerung bleiben!   

  

Schülergruppe des Ernestinums auf Austauschbesuch in der Nähe von Paris
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Am 21.4.2013 brach die Französischklasse der neunten Jahrgangsstufe des Gymnasiums Ernestinum frühmorgens zu einem einwöchigen Austausch mit dem Collège Rabelais nach Meudon, der Partnerstadt Celles, auf (zur Bildergalerie).

Dank der neuen Medien im Internet kannten wir unsere Austauschpartner schon seit einiger Zeit virtuell. Dennoch war es für viele von uns der erste Auslandsbesuch in einer Familie mit einer fremden Sprache. Französisch lernen wir erst seit 18 Monaten.

Unter der Leitung unserer Französischlehrerinnen Frau Boll-Wagner und Frau Rethmann erreichten wir nach 6 Stunden Fahrzeit mit dem Zug Paris. In Meudon wurden wir herzlich empfangen. Es dauerte gar nicht lange, da schmiedeten wir schon mit den Franzosen, noch bevor wir uns überhaupt richtig kennen gelernt hatten, gemeinsame Pläne für die Freizeit. Man merkte sofort, dass wir gut miteinander auskommen würden und uns trotz der Sprachbarriere hervorragend verstanden. Nach dem ersten Kennenlernen ging es für uns in die einzelnen Gastfamilien.

 

Am ersten Tag stand der Besuch des Unterrichts mit den französischen Schülern auf dem Plan. Über den französischen Schulalltag waren wir sehr erstaunt, da er in vielen Punkten große Unterschiede zum deutschen aufweist. Beim gemeinschaftlichen Kantinenessen in der Mittagspause wurde viel miteinander geredet und gelacht, auf Französich, Deutsch und Englisch. Nach Schulschluss wurden wir vom Bürgermeister und seinem Stellvertreter im Rathaus von Meudon offiziell empfangen und begrüßt.P1060036

Am nächsten Tag ging es endlich nach Paris, auf den Eiffelturm, zur Kirche Notre-Dame und in die Einkaufsstraßen. Insbesondere die Mädchen, aber nicht nur die, waren begeistert von der Seine-Metropole, ihren Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten.

Das wunderschöne Schloss Versailles im Westen Meudons stand am Mittwoch auf dem Programm. Seine Pracht und Größe überwältigte alle. Dagegen war der gemeinsame Ausklang des Tages im Park bei schönstem Sonnenschein pure Erholung.

Der Donnerstag stand im Zeichen der Gemeinschaftsarbeit mit den französischen Schülern. Nach einer Stadtrallye durch Meudon begannen wir in Gruppen mit einem F

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otoroman oder einem Comic zum Thema „Deutsch-Französische Freundschaft". Das Projekt werden wir in Celle beim Gegenbesuch im Mai weiterführen.

Am letzten Tag, fuhren wir noch einmal nach Paris, wo wir das Pantheon und ddie Grande Galérie de l'Evolution besichtigten und danach noch einmal in kleinen Gruppen durch die Stadt bummeln konnten.

Samstag hieß es früh aufstehen und um 6:30 Uhr Abschied von den Franzosen nehmen. Man umarmte sich, schüttelte Hände, und hier und da wurde eine kleine Träne verdrückt.
Am Nachmittag trafen wir wieder in Celle ein. Eine Schülerin, zu ihren Eindrücken befragt, meinte abschließend: „Das war eine unglaublich tolle Erfahrung, und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn die Franzosen zu uns kommen!"
Die französischen Schüler werden mit ihrem proviseur, der Deutschlehrerin und einem weiterem Lehrer in der zweiten Maiwoche in Celle sein.

Bildergalerie zum Austausch: