stadtfhrung in gdansk Cześć (Hallo!)

Partnerschule des Ernestinum ist das Liceum Władysław Gębik in Kwidzyn.

Der Austausch zwischen Celle und Kwidzyn findet nunmehr seit 14 Jahren statt. Das Programm ist jetzt zum sechsten Mal nahezu unverändert, da es sich außerordentlich bewährt hat.

Zum Bericht des Austausches 2013

Zum Bericht des Austausches 2012

Zum Bericht des Austausches 2009

Gerade durch den Kochwettbewerb wird die Begegnung so ermöglicht, wie man es sich vorstellt: Sprachbarrieren werden durchbrochen, das gemeinsame Handeln mit einem klaren Ziel steht im Vordergrund: Die Schüler organisieren in per Los gebildeten dt.-poln. Gruppen Einkauf, Rezeptur, Kochen, Servieren und Aufräumen in Eigenregie. Jede Gruppe erhält 25,- € zum Einkauf. Das beste Menu und der preisgünstigste Einkauf werden am Ende prämiert. Das Menu muss obligatorisch aus Vor-, Haupt- und Nachspeise bestehen. Die Jury (Austauschleitung) besteht auf einem typisch deutschen, polnischen und europäischen Menubestandteil. Der Service wird ebenfalls bei der Prämierung berücksichtigt. Am Ende erstellen die Gruppen ihre Beiträge für die Kochzeitung, die jeder als Erinnerung ausgehändigt bekommt.

Unser Schulzentrum verfügt über eine gut ausgestattete Schulküche, so dass vor Ort, also in der Schule und damit auch mit Hausmitteln, gearbeitet werden kann.

Der Besuch der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn muss ebenfalls als sehr gelungen bezeichnet werden, zumal wir in diesem Jahr von einer gebürtigen Amerikanerin geführt wurden.

Im Rahmen unseres Ausflugsprogramms haben wir das Hamburger Rathaus besichtigt. Dazu gehörte auch ein Besuch der Speicherstadt und der Landungsbrücken. Verkehrstechnik wird sichtbar, wenn man wie wir mit dem Fahrzeugfahrstuhl in den alten Hamburger Elbtunnel hinabfährt - nicht den, wo Dauerstau ist und alle in die Röhre gucken.

Außerdem sind wir auf einem kurzen Abschnitt des Heinricha - Heinego (Uwaga! Genitiv. Alle Namen werde dekliniert.) -Wanderweges im Harz unterwegs: mit Paternosterklippe und Ilsestein und Brockenblick und - mit Sonne!

Eine unentbehrliche Hilfe sind die beteiligten Eltern, die nicht nur beim traditionellen Abschlussgrillen im Bootshaus Ernestinum-Hölty tatkräftig mitgeholfen haben. Ihnen gebührt besonderer Dank.

Der Austausch ist für Schüler und Lehrer eine Bestätigung gemeinsamer Arbeit. Dies hat auch nicht unerhebliche Auswirkungen auf den Unterricht in der Schule: Denn über den Austausch lernt man sich besser kennen.

Das Leitungsteam kennt sich schon sehr lange, deshalb: Jako? to b?dzie- zawsze! (Irgend´was geht - immer!)

Georg Höxtermann

BERICHT VOM AUSTAUSCH 2009: mit den polnischen gastgebern in der burgruine von torun

Dass ein Schüleraustausch eine interessante Sache ist, hat man schon oft gehört, und das auch nicht nur von Lehrern. Also warum nicht das Austauschangebot des Ernestinums nach Polen in Celles Partnerstadt Kwidzyn nutzen?, dachten sich sechs wagemutige Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Stufe und meldeten sich für die einwöchige Fahrt vor den Sommerferien an. Als begleitende Lehrer betreuten Herr Höxtermann und Herr Altmann das Unternehmen.

Vor der Abreise verschafften Einführungen von Herrn Höxtermann zur polnischen Sprache, Kultur und Mentalität uns einen ersten Eindruck vom Nachbarland. Unterstützt vom aufregenden Programm in Polen stieg die Spannung auf die Ankunft bei den Gastfamilien in Kwidzyn stetig an. Und tatsächlich war bereits die Begegnung am Bahnhof sehr herzlich und freundlich. Nach einigen ice-breaking-activities, vorbereitet von den Polen, wurde das Eis schnell zum Schmelzen gebracht - es herrschte eine entspannte Stimmung. Dies wurde nicht nur bei diversen Ausflügen, etwa zur Marienburg, nach Danzig (Gdansk!) oder Torun (der Kekshauptstadt) deutlich, sondern auch in der Freizeit bei Unternehmungen in der Gruppe. Dazu gehörten gemeinsames Grillen oder Pizzaessen, wobei sich die Gastfreundschaft der Polen stark bemerkbar machte. Obwohl kleine kulturelle Unterschiede manchmal für leise Verwirrung sorgten, war es ein schöner Aufenthalt, bei dem wir Land und Leute besser kennenlernen konnten. Die gelungene Mischung aus Gruppenprogramm und Freizeit hat die Zeit gut ausgefüllt, doch auch nach einem noch so schönen Aufenthalt freut man sich, nach einer langen Woche wieder auf dem eigenen Kopfkissen zu schlafen.

Was aber beim Perspektivenwechsel? Der Gegenbesuch der Polen stand nach den Sommerferien an, und es entstand die Frage, ob diese Woche wohl so gut würde wie unsere bei ihnen. Für Beschäftigung war mit Kegeln, Kochen und Gucken gut gesorgt - doch die Ankunft der Polen in strömendem Regen kann vielleicht als kleiner Wink der Austauschgötter gedeutet werden. So schön auch das gemeinsame Erleben des Programms war - eine (zugegeben: anstrengende) Wanderung im Harz, die alte DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn, oder der Kochwettbewerb im Ernestinum - die Stimmung unter den Nationalitäten konnte nicht auf den gleichen Stand wie in Polen gehoben werden. Vielleicht lag es daran, dass die deutschen Schüler kurz vor ihren Klausuren standen, vielleicht, weil die landestypischen Eigenarten zu Unmut führten, vielleicht, weil die Deutschen in ihrer Gastgeberrolle nun etwas gestresster waren... Genau kann man es wohl nicht sagen. Nach einer Woche trennten sich die Wege der Gastgeschwister teils zu beidseitiger Freude, teils auch mit ein bisschen Wehmut wieder.

Dass ein Schüleraustausch eine interessante Sache ist, sollte man sich nicht nur erzählen lassen, sondern selbst einmal ausprobieren. Wir haben es getan und dadurch viele neue Dinge gesehen, gelernt und bestaunt. Und auch unschöne Erfahrungen sind Erfahrungen, die einem Menschen helfen und seine Gedankenwelt erweitern können. Wenn sich also die Gelegenheit zu einem Austausch bietet, sollte man sie packen!

grillfest zum abschluss in kwidzyn