Vom 23. bis zum 27. September 2018 fuhren wir, das Seminarfach „Paris - eine Stadt und ihr Mythos“ mit Frau Lyssenko und Herrn Mansholt nach Paris, wer hätte das gedacht. Am Sonntag Mittag trafen wir uns am Bahnhof in Celle und sollten eigentlich um 22 Uhr in Paris ankommen. Doch statt geplanten 9 Stunden Fahrt waren wir letztendlich 12 Stunden unterwegs. Schon der ICE, der uns von Celle nach Karlsruhe bringen sollte, war ein Ersatzwagen. Dadurch sind unsere Reservierungen weggefallen und wir mussten uns in dem sowieso schon überfüllten Zug einen halbwegs bequemen Platz suchen. Doch auch der TGV nach Paris verspätete sich, aus einer halben Stunde Wartezeit wurden letztendlich anderthalb Stunden, die wir am Bahnsteig warten mussten. Schließlich hätten wir den TGV auch noch fast verpasst, weil kurzfristig der Gleis gewechselt wurde, was aber nirgends angezeigt war. Danach verlief unsere Fahrt aber ohne weitere Zwischenfälle, sodass wir schließlich gegen 1 Uhr morgens endlich in unserer Jugendherberge ankamen.

Am Montag machten wir uns wieder halbwegs erholt auf den Weg zur Metro. Unsere erste Station war das Centre Pompidou, danach ging es weiter zum Forum Les Halles. Dort hatten wir Zeit, uns in dem riesigen Einkaufszentrum umzuschauen und shoppen zu gehen. Dann ging es weiter zur Notre-Dame. Auch wenn wir vom vielen Laufen schon ziemlich kaputt waren, beeindruckte uns diese Kirche mit den wunderschönen Fensterrosen und dem riesigen Kirchenschiff.

Unser letzter Stopp für diesen Tag war die Sainte-Chapelle, eine eindrucksvolle Kirche mit riesigen Buntglasfenstern. Nach diesem langen Tag fuhren wir erst einmal ziemlich erschöpft in die Jugendherberge zurück. Den Abend konnten wir dann frei gestalten.

Auch die nächsten Tage waren mit viel Laufen verbunden, dafür lernten wir aber auch sehr viel von der Stadt kennen. Wir fuhren nach Versailles und besichtigten - nachdem wir Ewigkeiten anstehen mussten, obwohl wir vorher gebucht hatten – das Schloss und die riesigen Gärten. Am Abend war unser Ziel dann der Eiffelturm. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl nach oben und konnten bei Sonnenuntergang Paris von oben betrachten. Abschließend betrachteten wir dann von unten das Glitzern der 20.000 Lämpchen am Eiffelturm, das nachts jede volle Stunde für 5 Minuten erscheint. Am nächsten Tag standen die Champs-Elysees und der Triumphbogen auf unserem Programm. Am Abend besichtigten wir noch das Louvre, wo die meisten von uns zuerst nach der Mona Lisa suchten.

Auch das Montmatre Viertel durfte auf der Reise nicht fehlen, weshalb wir an unserem letzten Tag zur Sacre Coer fuhren. Nach dem anstrengenden Aufstieg hatten wir dann auch eine wunderschöne Aussicht und wer wollte, konnte auch noch die Kuppel besteigen. Dazu hatten zwar nur zwei Schülerinnen Lust, diese wurden aber mit einem einzigartigen Ausblick auf viele Sehenswürdigkeiten der Stadt und das Pariser Häusermeer belohnt. Nachmittags besichtigten wir den Friedhof Pere Lachaise, der durch die vielen leeren Gassen entgegen der sonst so hektischen Stadt eine schöne Atmosphäre bot. Eine Bootsfahrt am Abend auf der Seine rundete unsere Fahrt schön ab und am Freitag machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Celle. Diesmal gab es zum Glück keine Probleme und wir kamen pünktlich an.

Insgesamt war es eine sehr schöne Zeit, da wir wirklich viel von Paris gesehen haben. Trotz einiger Schwierigkeiten hat letztendlich alles gut funktioniert. Vielen Dank an Frau Lyssenko und Herr Mansholt, die diese Fahrt wirklich schön gestaltet haben und uns ein abwechslungsreiches Programm und auch genügend Freizeit geboten haben.