ACHTUNG! Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf das G8 und gelten für die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr 2017/18 bereits die gymnasiale Oberstufe besuchen. Für die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2017/18 die 10. Klasse besuchen, gibt es wieder das Abitur nach 13 Schuljahren (G9). Dementsprechend beginnt für diese Schülerinnen und Schüler die Oberstufe mit der Einführungsphase erst in Jahrgang 11. Die entsprechende neue Oberstufenverordnung ist im August 2016 erschienen und wird im Laufe dieses Schuljahres zu einem neuen Oberstufenkonzept am Ernestinum ausgestaltet, das dann auf dieser Seite veröffentlicht wird.

Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in die Einführungsphase (10. Schuljahrgang) und die Qualifikationsphase (11. und 12. Schuljahrgang).

Dabei soll der Unterricht in der Einführungsphase auf den Unterricht der Qualifikationsphase vorbereiten und den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, Arbeitsweisen und Arbeitsgebiete der Qualifikationsphase kennen zu lernen.

In der Einführungsphase wird der Unterricht weiterhin im Klassenverband erteilt. Nur die Fächer Religion bzw. Werte und Normen sowie teilweise die Fremdsprachen werden in klassenübergreifenden Kursen erteilt.

Beim Übergang in die Qualifikationsphase werden die Klassen der Einführungsphase aufgelöst. Für den Unterricht in der Qualifikationsphase werden dann Kurse gebildet. Die Aufgaben der Klassenlehrerin bzw. des Klassenlehrers übernimmt eine Tutorin oder ein Tutor, der von den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der 11 aus den Lehrern seiner Prüfungsfächer gewählt wird.

 

Aufnahme von Realschülern                   Abitur 2017                wichtige Dokumente

 

Einführungsphase (10. Schuljahrgang)

In der Einführungsphase müssen die Schülerinnen und Schüler 14 Unterrichtsfächer belegen. Das sind:

Deutsch, zwei Fremdsprachen, Kunst, Musik, Geschichte, Politik-Wirtschaft, Erdkunde, Religion (evangelisch oder katholisch) bzw. Werte und Normen (bei Abmeldung vom Religionsunterricht), Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Sport.

Mit Belegung dieser Fächer erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Schülerpflichtstundenzahl von 34 Wochenstunden.

Darüber hinaus besteht für die Schülerinnen und Schüler, die in Klasse 8 ein sprachliches Profil (Griechisch oder Französisch) gewählt haben, die Möglichkeit, diese 3. Fremdsprache fortzuführen. Für Schülerinnen und Schüler, die von der Realschule auf das Gymnasium wechseln und bisher nur eine Fremdsprache erlernt haben, besteht die Möglichkeit, Französisch oder Latein (Angebot je nach Wahl der Schülerinnen und Schüler) als zweite Fremdsprache neu zu erlernen. Auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die vorher noch kein Französisch bzw. Latein hatten, können diese Sprache ab Klasse 10 neu erlernen. Für Schülerinnen und Schüler, die bereits an der Realschule fünf Jahre lang Französisch als Wahlpflichtsprache erlernt haben, entfällt zwar grundsätzlich die Verpflichtung zur Teilnahme an einer zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase. Allerdings wird empfohlen, diese 2. Fremdsprache dennoch weiter zu belegen.

Wer in der Qualifikationsphase Sport als Prüfungsfach (P5) wählen will, muss im zweiten Halbjahr der Einführungsphase zusätzlich zum normalen Sportunterricht Unterricht in Sporttheorie im Umfang von zwei Wochenstunden belegen.

Darüber hinaus werden in der Einführungsphase derzeit Hebräisch sowie verschiedene Arbeitsgemeinschaften (z. B. Orchester, Chor, Band, Theater, Rudern, Italienisch, Spanisch, Chinesisch etc.) als Wahlfächer angeboten, wobei das Wahlfach Hebräisch auch benotet wird, allerdings nicht versetzungsrelevant ist. Hebräisch kann in der Qualifikationsphase weiter belegt werden, so dass man am Ende der Qualifikationsphase das Hebraicum erwerben kann.

Im Rahmen des Unterrichts in Politik-Wirtschaft absolvieren die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres Anfang Februar ein zweiwöchiges Betriebspraktikum.

In Klasse 10 besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Schüleraustausch mit Polen (Kwidzyn) sowie zur Teilnahme am Management Information Game (MIG).

Mit der Versetzung in die Qualifikationsphase erwerben die Schülerinnen und Schüler den Erweiterten Sekundarabschluss I. Schülerinnen und Schüler, die diesen Abschluss bereits an der Realschule erworben haben und anschließend das Gymnasium besuchen wollen, müssen dort dennoch den 10. Schuljahrgang wiederholen und die Versetzung in die Qualifikationsphase erreichen.

Für die Versetzung in die Qualifikationsphase gelten die aus den vorherigen Jahrgängen bekannten Regelungen: Während man mit einer Note "mangelhaft" versetzt wird, muss bei zwei Bewertungen mit "mangelhaft" in zwei Ausgleichsfächern mindestens die Note "befriedigend" erreicht werden. Dabei können Deutsch, Mathematik und die Fremdsprachen nur untereinander ausgeglichen werden. Allerdings liegt auch bei vorhandenen Ausgleichsfächern die Entscheidung über die Versetzung oder Nichtversetzung bei der Klassenkonferenz. Grundlage der Entscheidung ist dabei die Frage, ob eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erwartet werden kann. Mit drei oder mehr mangelhaften Ergebnissen im Zeugnis ist eine Versetzung nicht möglich. Bei Nichtversetzung kann die Einführungsphase einmal wiederholt werden.

 

Qualifikationsphase (11. und 12. Schuljahrgang)

Der Unterricht in der Qualifikationsphase wird anders als zuvor in Schulhalbjahresabschnitten (Semestern) erteilt. Die Qualifikationsphase umfasst also im Regelfall 4 Semester.

Vor Eintritt in die Qualifikationsphase entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für einen der am Gymnasium Ernestinum angebotenen Schwerpunkte:

 

1. Sprachlicher Schwerpunkt

    mit Englisch, Latein oder Griechisch als 1. Prüfungsfach und Deutsch als 2. Prüfungsfach

2. Gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt

    mit Geschichte als 1. Prüfungsfach, Deutsch, Mathe, Latein, Griechisch oder Englisch als 2. Prüfungsfach und Politik-Wirtschaft, Erdkunde oder Religion als 3. Prüfungsfach

3. Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt

    mit Physik oder Biologie als 1. Prüfungsfach und Mathe als 2. Prüfungsfach

4. Musischer Schwerpunkt

    mit Musik als 1. Prüfungsfach und Deutsch oder Mathe als 2. Prüfungsfach

 

Jede Schülerin/jeder Schüler hat insgesamt fünf Prüfungsfächer. Diese müssen in der Qualifikationsphase durchgängig 4 Wochenstunden belegt werden. Die ersten drei Prüfungsfächer werden auf erhöhtem Anforderungsniveau erteilt. In ihnen wird im Abitur eine Klausur von jeweils 300  Minuten Dauer geschrieben. Die Bearbeitungszeit im vierten Prüfungsfach, das auf grundlegendem Niveau erteilt wired, beträgt 220 Minuten. Im fünften Prüfungsfach, das ebenfalls auf grundlegendem Niveau erteilt wird, wird eine mündliche Prüfung von mindestens 20, höchstens 30 Minuten Dauer durchgeführt.

Für die Wahl der fünf Prüfungsfächer gelten folgende Bedingungen:

  • Drei schriftliche Prüfungsfächer mit erhöhtem Anforderungsniveau.

  • Zwei der drei Fächer Deutsch, Fremdsprache, Mathematik.

  • Aus jedem Aufgabenfeld mindestens ein Prüfungsfach (Aufgabenfeld A – sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld: Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik; Aufgabenfeld B – gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld: Geschichte, Politik-Wirtschaft, Erdkunde, Religion; Aufgabenfeld C – mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie).

  • Französisch, Chemie und Kunst sind am Ernestinum derzeit nur als P4- und P5-Fach möglich.

  • Erdkunde ist nur als 3. Prüfungsfach möglich.

  • Sport ist am  Ernestinum als P5-Fach möglich.
  • Werte und Normen sowie Informatik sind am Ernestinum nicht als P-Fach möglich.

Darüber hinaus belegt jede Schülerin und jeder Schüler weitere verpflichtende Kurse gemäß dem von ihr bzw. ihm gewählten Schwerpunkt. Dazu gehört in jedem Schwerpunkt z. B. das Fach Sport sowie das Seminarfach, in dem fächerübergreifende und fächerverbindende Problemstellungen sowie die Einübung verschiedener Methoden im Vordergrund stehen. Im zweiten Semester wird im Seminarfach die Facharbeit geschrieben, im dritten Semester wird in der Woche vor den Herbstferienl eine Studienfahrt durchgeführt (in den letzten Jahren angesteuerte Ziele waren  z. B. Griechenland, Rom, Golf von Neapel, Paris, Provence, London, Schottland, Wien, Prag).

Insgesamt haben die Schülerinnen und Schüler in der Qualifikationsphase im Durchschnitt mindestens 34 Wochenstunden pro Semester zu belegen.

Der Besuch der Qualifikationsphase dauert im Regelfall zwei Jahre, höchstens jedoch drei Jahre, so dass innerhalb der zwei Schuljahrgänge ein Jahr wiederholt werden kann, sofern nicht bereits die Einführungsphase wiederholt worden ist. Zur Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung wird von der Schule die Höchstzeit um ein weiteres Jahr verlängert.

Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe nach Klasse 11 oder ohne die Abiturprüfung bestanden zu haben verlassen, erwerben unter bestimmten Bedingungen den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Nach einem einjährigen Praktikum, einem einjährigen Freiwilligendienst (z. B. BFD, FSJ o.ä.) oder einer Berufsausbildung kann ihnen dann von der Schule die Fachhochschulreife bescheinigt werden.

 

Informationen des Kultusministeriums für Eltern und Schüler im Internet unter der Adresse:

mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1973&article_id=6319&_psmand=8