Einladung nach öffentlicher Führung über den jüdischen Friedhof in Celle

Die Hebräisch-AG des Ernestinums, geleitet von Herrn Dr. Dr. Dobberahn, und die ehemalige Religionsklasse 10 G von Frau Marxen-Glauner hatten im vergangenen Sommer eine öffentliche Führung über den Jüdischen Friedhof in Celle angeboten. Unter den zahlreichen Gästen waren damals auch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und die Bundestagsabgeordnete Kristina Lühmann (die CZ berichtete am 12. und 26. Juli 2014). Beeindruckt von dieser Form des offenen Unterrichts hatte die Abgeordnete die Ernestiner spontan nach Berlin eingeladen, wo die Gruppe nun, inzwischen Oberstufenschüler im Jahrgang 11, den größten jüdischen Friedhof Europas in Berlin-Weißensee, das Jüdische Museum sowie das Holocaust-Mahnmal besuchte. Weitere Bestandteile des umfangreichen, von Dr. Dr. Dobberahn und Frau Marxen-Glauner erarbeiteten Exkursionsprogramms waren die Kranzniederlegungen an der Französischen Botschaft („Je suis Charlie“), die Mauer-Gedenkstätte Bernauer-Straße, die Hackeschen Höfe, die Synagoge, der Checkpoint Charlie und der Alexanderplatz.

 

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der Ernestiner im Deutschen Bundestag nach der Gedenkstunde am 70. Jahrestag der Befreiung des KZs Auschwitz. Frau Lühmann nahm sich viel Zeit, um die Gruppe durch das Reichstagsgebäude zu führen und über ihre Arbeit als Abgeordnete zu informieren. Einen tiefen Eindruck hinterließ bei den Jugendlichen das Panorama von der Reichstagskuppel am späten Abend. Auch ein Treffen mit einer hochbetagten jüdischen Zeitzeugin, Frau Margot Friedländer, die wenige Tage vor dem Berlin-Besuch der Ernestiner in der Fernsehsendung von Günther Jauch zu sehen war, war geplant, kam aber aus Termingründen nicht mehr zustande.