Mit dem Kunstkurs des 13. Jahrgangs ging es am 16.09.19 für einen kleinen Workshop in das Lichtkunstmuseum. Das Thema des Kurses war „Farbmaterie und Malprozess“. Dieses etwas schwierig zu fassende, da sehr abstrakte Thema, sollte durch den Museumsbesuch in etwas Greifbares und Praktisches umgewandelt werden. Zu Beginn der Unterrichtseinheit wurden Farben und ihr Zusammenhang mit Gefühlen und Wahrnehmungen untersucht, aber auch eigene Farbgebungen wurden erschaffen. Um einem Bild, dass nur die Farbe sprechen lässt, mehr Tiefenwirkung geben zu können, sind unterschiedliche Oberflächen und Strukturen sowie Materialien wichtig, dadurch kann das Werk noch mehr Ausstrahlung erlangen. Diesem Phänomen gingen wir im Museum auf den Grund. Es wurden in kleinen Gruppen drei Werke unter bestimmten Fragestellungen untersucht. Eins der Werke war von Ben Willikens „Raum 70, 1990“ (siehe Abbildung). Die Schülerinnen sollten das Werk zunächst schweigend betrachten und beobachten.

In einem nächsten Schritt spazierten sie mit ihren Gedanken durch das Bild – was wird dabei wahrgenommen? Welche Sinne werden wie angesprochen. Zum Schluss sollte die Gruppe sich jeweils als Künstler selbst in das Werk einfühlen. Wie könnte es entstanden sein und warum gerade in dieser Technik, mit diesen Materialien.
Aus den Gesprächen am Ende dieser Phase wurden 12 Wörter notiert, wie Ruhe, Spielen, Wut oder Vertrauen. Diese Wörter wurden in einem kurzen Zeitfenster von zehn Minuten plastisch umgesetzt. Wie hat jede Schülerin ihr Wort interpretiert und kann man anhand der Mini-Assemblage erkennen, welches Wort dazu gehört? Abschließend wurde in einem Gruppengespräch versucht, die passenden Paarungen wiederzufinden. So konnte dieser gelungene Workshop beendet werden.