Ein Erlebnisbericht über die Teilnahme an der Deutschen Schüler Akademie 2017

„Hochbegabtenförderung“ ist ein sehr abschreckender Begriff, insbesondere wenn man an einer Schülerakademie für Hochbegabte teilnehmen soll und sich selbst keineswegs dazu zählt. Zweifel kamen auf, ob dies der richtige Ort ist, die Sommerferien zu verbringen. Doch meine erfolgreiche Bewerbung, die mir die Teilnahme an der Akademie in Braunschweig ermöglichte, konnte ich nicht ignorieren, zumal mir der Kurs, den ich mir gewünscht hatte, zugeteilt wurde. Von dem Kurs mit den Namen „Die Olympischen Spiele aus ökonomischer Perspektive“ erhoffte ich mir meine beiden Leidenschaften, Sport und Wirtschaft, verbinden zu können. Im Vorfeld der Akademie erhielten wir bereits den Auftrag, zusammen mit einem anderen Kursteilnehmer ein Referat zu erarbeiten. Das Thema „Migration und Olympia“ stellte mich bereits aufgrund des Mangels an Quellen vor die ersten Probleme. Nachdem ich mich mit meinem Partner in Verbindung gesetzt hatte, erstellten wird jedoch eine solide PowerPoint-Präsentation, und so konnte ich guten Gewissens die Reise nach Braunschweig antreten. Die erste Überraschung am Tag meiner Ankunft war die ausgelassen gute Stimmung, die mich dort erwartete. Ein Zustand, der die gesamten 16 Tage anhalten sollte. Die zweite Überraschung war die Offenheit der Personen, die mir am ersten Tag begegneten. Egal ob Kursleiter oder Teilnehmer, jeder fragte interessiert, aus welcher Stadt man sei und welchen Kurs man besuchen werde. Die dritte Überraschung am ersten Tag war dann, dass ich bemerkte, wie ich selbst vollkommen offen meinen neuen Internatsgenossen gegenüber war, eine Fähigkeit, die mich nicht immer auszeichnet.

Der aktualisierte Terminplan sowie die AG-Liste für das neue Schuljahr stehen wie gewohnt online. 

Der Terminplan findet sich in der Rubrik "Service", die AG-Liste in der Kategorie "offene Ganztagsschule".

Erster Schultag nach den Sommerferien für Jg. 6 bis 12: Donnerstag, 3.8.2017. Der Nachmittagsunterricht entfällt

Klassen 6 bis 10: 1. + 2. Stunde Unterricht beim Klassenlehrer, danach laut Plan bis einschl. 6. Stunde.  

Besondere Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe („Lückenjahrgang“; EPh-L): 1. Std. (7.55 Uhr): Treffen im Forum;  2. + 3. Std. Unterricht beim Klassenlehrer, danach Unterricht laut Plan bis einschl. 6. Stunde.  

Jahrgang  11 Qualifikationsphase:   3. + 4. Std. Treffen im Forum, danach Unterricht laut Plan bis einschl.  6. Stunde.  

Jahrgang  12 Qualifikationsphase:   2. Std. Treffen im Forum, danach Unterricht laut Plan bis einschl.  6. Stunde.  

Neue 5. Klassen: Einschulungsfeier der neuen 5. Klassen am Freitag, 4.8.2017 im Forum: 8.30 Uhr Andacht, 9.00 Uhr Begrüßung und Klassen-Zuteilung, danach „Unterricht beim neuen Klassenlehrer“, parallel für die Eltern und Angehörigen Begegnung und Informationen bis 11.30 Uhr.

Katastrophenalarm: Eine Herausforderung für die Schulsanitäter

Am 13.6.2017 war es wieder soweit: wir fuhren zum dritten Mal zum Schulsanitäterwettbewerb. 15 Schulsanitäter und Mitglieder der Erste-Hilfe-AG des Ernestinums nahmen am jährlichen Wettbewerb des DRK in den Emslandhallen in Lingen teil. Bereits um 5.47 Uhr starteten wir am Celler Bahnhof Richtung Lingen zu einem perfekt organisierten Wettbewerbstag. Das Motto lautete diesmal: Katastrophenalarm. Eine kurze Einführung zu Beginn der Veranstaltung machte uns anschaulich klar, wie viel Bedeutung die Arbeit von ehrenamtlichen Helfern im Falle einer tatsächlichen Notlage hat. Um für mögliche zukünftige Herausforderungen bestens zu wappnen, waren auch die Aufgaben, die den Teilnehmern anschließend im Wettbewerb gestellt wurden, passend gestaltet.

Drei Gruppen des Ernestinums mit jeweils fünf Schülern mussten sich einen ganzen Tag lang an fünfzehn verschiedenen Stationen und gegenüber mehr als hundert anderen Gruppen von Schulen aus Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen beweisen. Mit Namensschildern und genauen Ablaufzetteln ausgestattet, ging es um zehn Uhr los. Immer bis zu acht Gruppen bearbeiteten eine Station gleichzeitig. Es mussten nicht nur Notfallsituationen wie z. B. eine Unterkühlung, blutende Wunden oder weitere sehr echt gestaltete Unfallsituationen gemeistert, sondern auch Geschicklichkeit und Sportlichkeit unter Beweis gestellt werden. Jeweils sechs Minuten hatte man Zeit, um Patienten zu versorgen oder knifflige oder sportliche Aufgaben zu lösen. Schiedsrichter nahmen die errungene Punktzahl auf. Nur eine kurze Pause wurde den Gruppen gegönnt, bevor es dann weiter zur nächsten Station ging.

Zum Glück gab es auch einige längere Pausen, in denen man sich über den Gebrauch eines Defibrillators oder das Beatmen eines Patienten informieren konnte, aber auch die Möglichkeit hatte, etwas Leckeres zu essen oder in einem sich drehenden Auto einmal auf dem Kopf zu stehen.

 

Am diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen nahm Frida Maecker aus der Klasse 8Fa erfolgreich teil. Frida trat mit Französisch, das sie seit der 5. Klasse an unserer Schule lernt, als eine der jüngsten TeilnehmerInnen in diesem Wettbewerb an. Es galt, sich intensiv mit sprachlichen, kulturellen und landeskundlichen Themen auseinanderzusetzen. Vor der schriftlichen Prüfung waren zwei mündliche Beiträge per Sprachbox „einzusenden“: ein Text musste vorgelesen und ein selbstgestalteter Text aufgesprochen werden. Der schriftliche Teil der Prüfung umfasste Aufgaben zum Wortschatz, Leseverstehen, Hörverstehen und einer freien Textproduktion und nahm etwa 4 Schulstunden mit Pausen in Anspruch.

„Anmeldefrist war der 6. Oktober 2016, dann habe ich mich gezielt auf das diesjährige Thema Le cinéma français vorbereitet. Cool war, dass ich mir superschöne französische Filme anschauen konnte, z. B. Les Choristes, La famille Bélier, Les Intouchables, Bienvenue chez les Ch’tis, Qu’est-ce qu’on a fait au bon Dieu ? Erst dachte ich, keinen davon zu kennen. Beim Recherchieren der Titel stieß ich dann sozusagen auf einige „alte Bekannte“: Les Intouchables z. B. lief in Deutschland als „Ziemlich beste Freunde“ oder aber Qu’est-ce qu’on a fait au bon Dieu ? ist uns geläufig als „Monsieur Claude und seine Töchter“.“ Frida hat sämtliche Filme im Original mit deutschen Unter-titeln angesehen. „Ohne Untertitel wäre es doch noch ziemlich schwierig gewesen“, meint die 13-Jährige. „Auch das spezielle Vokabular der Cineastenwelt war nicht ganz ohne.“

Insbesondere die schriftliche Prüfung ist eine echte Herausforderung. Bei diesem anspruchsvollen Prüfungsteil kommt es auf Ausdrucksfähigkeit, solide Grammatikkenntnisse und gutes Vokabelwissen an, aber auch auf sprachliche Kreativität und Kenntnisse landeskundlicher Art.