Erasmusfahrt in die Türkei

Nach der langen Zeit des Nicht-Reisen-Dürfens wegen Corona, war es am 08. Mai nun endlich soweit, dass die erste Austauschfahrt des Erasmus+-Projekts „Eat Right, Move Right, Feel Right“ stattfinden konnte. 
Am Sonntag ging es am Flughafen von Hannover los Richtung Kirikkale. Dies ist eine türkische Großstadt, ca. eine Autostunde von Ankara entfernt. 
Am Montag begannen die Aktivitäten in der Schule „Gazi Secondary School“. Dabei wurden wir, zusammen mit den beiden weiteren Partnerschulen aus Italien und Lettland, mit einer großen Empfangszeremonie begrüßt. Es gab typische türkische Musik sowie Begrüßungsschilder. Der gesamte Schulhof war mit Schülern bevölkert, die tanzten. Zur Einstimmung gab es zwei Folklore-Tänze von Schüler*innen der Schule. Wir ließen zudem Ballons mit unseren Wünschen für das Projekt in den Himmel fliegen.

Nach einer kleinen Stärkung mit typisch türkischem Essen, zubereitet von den Lehrer*innen der Schule, ging es mit den Vorstellungen aller teilnehmenden Länder weiter. In kleinen Präsentationen erzählten die Schüler*innen etwas über ihr Heimatland, ihre Stadt, ihre Traditionen und Werte. Direkt danach wurden in einem Workshop T-Shirts bemalt, passend zum Thema. Spannend war am Ende ein Ebru-Workshop, bei dem die Marmoriertechnik auch von allen Beteiligten ausprobiert werden durfte. 

Am zweiten Tag gab es einen Tagesausflug nach Ankara. Als Erstes ging es ins Naturkundemuseum, dort konnten die Naturschätze des Landes genauer bestaunt werden. Mit einem fachkundigen Guide fuhren wir weiter nach Anitkabir, das Mausoleum des türkischen Staatsgründers Atatürk. Wir konnten zufällig den Wachwechsel bestaunen und lernten viel über die Geschichte und Gründung der Türkei. Auch der Besuch der Bestepe Millet Moschee war ein neues und spannendes Erlebnis. Am Nachmittag ging es nach Altinköy. Dies ist ein Museumsdorf mit traditionellen anatolischen Häusern und Landwirtschaft. Dort gab es am Abend auch ein typisches Essen, inklusive Teezeremonie und einer Musikvorführung. Dabei wurde uns das Tulum vorgestellt, ein Ziegenhautsack, der an einen Dudelsack erinnert und ein traditionelles Hirteninstrument ist. 

Am dritten Tag ging es früh aus den Betten in Richtung Kappadokien. Nach einer längeren Fahrt erreichten wir das Pidgeon Valley, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Berge und Täler Kappadokiens hatte. In Uchisar lernten wir viel über die Bauweise der sogenannten „Feenkamine“ kennen. Dort sieht man die beeindruckende Höhlenbauweise verschiedenster Kulturen, die sich in der Gegend angesiedelt hatten.

Am Nachmittag besuchten wir noch eine ansässige Töpferei, um auch diesen Kulturzweig näher kennenzulernen. Am Abend wurde es bunt und laut, wir waren zu einer türkischen Nacht eingeladen. Es gab reichlich Musik, Bauchtänze und folkloristische Darbietungen. 

Der vierte und vorletzte Tag brach noch früher an. Für die eine Gruppe ging es direkt zu den berühmten Heißluftballons, für die andere Gruppe zu einem Platz, von wo aus man alle Ballons überblicken konnte. Perfekt zum Sonnenaufgang flogen die Heißluftballons in die Lüfte und gaben eine atemberaubende Sicht über das kappadokische Tal frei. Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir zur Untergrundstadt Derinkuyu, wo wir in einem Rundgang einen Teil der unterirdischen kleinen Gänge und Höhlen erkunden konnten. Am Nachmittag wanderten wir abschließend im Ihlara-Valley. Dort gibt es neben einem rauschenden Fluss byzantinische Höhlenkirchen, die man bewundern kann.

Schon war die Woche fast um. Am Freitag besuchten wir noch die historische Steinbrücke Cesnigir nähe Kirikkale, die früher zwei Handelswege miteinander verband. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung, sodass noch fleißig für Familien und Freunde geshoppt werden konnte. Am Abend fand eine feierliche Abschiedszeremonie statt, bei der es neben vielen lieben Dankesworten noch kleine Geschenke für jeden Teilnehmer/ jede Teilnehmerin gab.

Voller Eindrücke ging es Samstagmorgen, am 14.05. zurück nach Deutschland… mit vielen einmaligen Erlebnissen und vor allem neuen internationalen Freundschaften im Gepäck. (Maria Lyssenko)



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