Die Theater-AG des Gymnasiums Ernestinum lädt herzlich zu den Aufführungen des Theaterstücks „Der Weltuntergang oder Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang“ von Jura Soyfer ein. Der Autor, geboren 1912 in Charkow und Opfer des NS-Regimes, gilt als einer der bedeutendsten politischen Autoren Österreichs. In seinem ersten Stück, das 1936 uraufgeführt wurde, thematisiert er auf absurd-komische Weise den Umgang der Menschheit mit ihrem bevorstehenden Ende.
Zu Beginn des Stückes stellen Sonne und Planeten irritiert fest, dass das Weltall aus dem Takt geraten ist. Der Übeltäter, die Erde, ist schnell identifiziert und der Mond kann die Krankheit der Erde diagnostizierten: Sie hat Menschen. Kurzentschlossen wird der Komet Konrad in Richtung Erde entsandt, um das Problem zu lösen und die Erde zu entmenschen.
Auf der Erde entdeckt der Wissenschaftler Professor Guck den herannahenden Kometen und die Schreckensnachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer um die Erde: „Die Welt geht in vier Wochen unter!“ Nun zeigen Schlaglichter die Reaktionen der Weltbevölkerung auf ihren immer näher rückenden Untergang – Diplomaten erwägen Verhandlungen mit dem Kometen, die Bevölkerung kauft Weltuntergangsaktien, Verliebte diskutieren, ob sie vor oder nach dem Weltuntergang heiraten, Modedamen wüssten gerne, was man zum Weltuntergang trägt…
Als Professor Guck eine Erfindung gelingt, die den Weltuntergang abwenden könnte, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wird er die drohende Apokalypse noch abwenden können? Oder wird er an Ignoranz, Verbohrtheit, Profitgier und Eigennutz der Menschen scheitern?
Die Zuschauer erwartet eine Mischung aus Kabarett, Slapstick und scharfer Satire, die auch heute noch überraschend aktuell ist. (Foto und Text: Katja Rethmann)
Details zur Aufführung:
• Wann: Mo, 16. März, Do, 19. März und Fr, 20. März 2026
• Uhrzeit: jeweils 19 Uhr
• Wo: Schulzentrum Burgstraße
• Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten