Ministerbrief zum Testen und zur Isolation

Sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Erziehungsberechtigte,
Sie haben es sicher bereits den Medien entnommen: Seit Samstag, 07. Mai 2022, gilt auch in Niedersachsen eine geänderte Absonderungsverordnung mit gelockerten Quarantäneregeln. Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, können die Isolation nun bereits nach fünf Tagen beenden, sofern sie mindestens 48 Stunden symptomfrei waren. Es wird allerdings empfohlen, sich freiwillig so lange zu isolieren, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, die Frist von fünf Tagen beschreibt also das Minimum. Kontaktpersonen unterliegen keiner Quarantänepflicht mehr. Hier wird empfohlen, die persönlichen Kontakte freiwillig zu reduzieren und sich an den fünf Tagen, die auf den Kontakt zur infizierten Person folgen, täglich zu testen.
Seit Anfang Mai dürfen Schulen und KiTas wieder ohne Nachweis des Impf- oder Genesenenstatus bzw. ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses betreten werden. Das gilt auch für Veranstaltungen, Elternabende usw. Die Testungen sind grundsätzlich freiwillig. Das Angebot, sich vor dem Schulbesuch regelmäßig freiwillig zu testen, wird laut Rückmeldungen aus den Schulen gut angenommen. Ich begrüße das sehr und empfehle es vor allem dann, wenn es Infektionsfälle in einer Lerngruppe gibt oder Erkältungssymptome auftreten. Das Land stellt den Schulen und KiTas auch weiterhin ausreichend Test-Kits kostenlos zur Verfügung.
Neben der Frage nach Infektionsschutzmaßnahmen nimmt die Integration von aus der Ukraine geflüchteten Menschen auch in Niedersachsen zunehmend mehr Raum ein. Rund 12.000 ukrainische Kinder und Jugendliche wurden inzwischen in niedersächsischen Schulen angemeldet und herzlich willkommen geheißen. Ich konnte mich bereits mehrfach bei Besuchen vor Ort von der großen Empathie und Hilfsbereitschaft überzeugen und bin allen Beteiligten zutiefst dankbar für ihr selbstloses Engagement! Inzwischen ist es vielerorts auch gelungen, ukrainisches Fachpersonal einzustellen, die bei der Beschulung und  Betreuung der Kinder und Jugendlichen eine wertvolle Unterstützung sind. Das Land Niedersachsen stellt für derartige Personalmaßnahmen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung.
Hoffen wir nun gemeinsam, dass mit den steigenden Temperaturen die Zahl der Corona- Infizierten weiter sinkt, vor allem aber, dass sich die Lage in der Ukraine möglichst bald zum Guten wendet und der schreckliche Krieg ein Ende nimmt. Vielleicht kehrt dann auch in den Schulen endlich wieder eine gewisse „Normalität“ ein – das wünsche ich uns allen sehr, vor allem aber den Kindern und Jugendlichen! Bleiben Sie gesund!
Mit freundlichen Grüßen


Grant Hendrik Tonne Niedersächsischer
Kultusminister
Hannover, 10. Mai 2022
 

-->